Änderungen von A12 zu A12
Ursprüngliche Version: | A12 (Version 2) |
---|---|
Status: | Modifiziert |
Eingereicht: | 18.11.2023, 12:50 |
Neue Version: | A12 (Version 3) |
---|---|
Status: | Angenommen |
Eingereicht: | 18.11.2023, 17:46 |
Titel
Antragstext
Von Zeile 2 bis 6:
Wir leben in einer von Arbeit geprägten Gesellschaft: Unser Ansehen, unser Alltag, unser Wohlergehen unsere Bildung richtet sich nach Arbeit. Arbeit ist vielfältig und Arbeit betrifft alle. Kleine Kinder träumen davon, erwachsene Menschen meckern darüber und Rentner*innen erzählen gerne davon. Doch nicht alle Menschen in Deutschland arbeiten gleich. Unsere Arbeitswelt ist geprägt von Kapitalismus, Patriarchat, Rassismus und RassismusAbleismus. Während eine kleine Gruppe an Menschen sich aufgrund von ererbten Reichtum aussuchen kann ob und in welchem Beruf sie arbeiten will, ist der der Großteil von uns auf die unterschiedliche starke Art und Weise von der Arbeit abhängig um ihr Leben leben zu können. FLINTA*-Personen leider unter ungerecht verteilter Carearbeit. Menschen ohne Deutsche Staatsbürgerschaft lamüssen sich in irgendwelchen sinnlosenprekären Jobs ausbeuten lassen, weil sie sonst Angst um ihr Aufenhaltsrecht haben müssen. Gleichzeitig sind die Debatten, die national über Arbeit geführt werden eher abstoßend, surreal : Unserer Generation wird immer wieder vorgeworfen, wir wir seien faul, nur weil wir kein Bock habennicht für ein mickriges Gehalt 40 Stunden die Woche an der Zerstörung unseres Planeten mitzuarbeitenmitarbeiten wollen. Aufgrund von FachkräftemangelArbeitskräftemangel reden konservative und angeblich liberale Politiker*innen immer wieder darüber, dass wir doch mehr Wochenstunden arbeiten und erst später in Rente gehen sollen für den oder direkt per Gesetz zu kostenloser Arbeit verpflichtet werden sollten.
Von Zeile 8 bis 10:
Lichtblick für uns bleiben die Gewerkschaften, die beste Erfindung seit der Entstehung des Kapitalismus. Sie haben zahlreiche Dinge erkämpft die wir heute für selbstverständlich halten: das Wochenende, die 40-Stunden-Woche, die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, den Kündigungsschutz und so vieles mehr. Auch helfen sie seit Jahrzehnten allen möglichen Arbeiter*innen im Konflikt mit ihren Chef*innen – genau deswegenAn diese errungenden Erfolge gilt es anzuknüpfen mit heutigen weitergehenden Forderungen um den Arbeitskampf fortzuführen. Seit Jahrzehnten streiten Gewerkschaften Seite an Seite mit Arbeiter*innen im Konflikt mit ihren Chef*innen und erkämpfen stetig bessere Arbeitsbedingungen. Von kapitalistischer Seite sind Gewerkschaften heute auch wieder Kampagnen und Widerstand ausgesetzt.
Darüber hinaus sagen Organisationen, die marginalisierten Gruppen in Berufs- und Ausbildungsthemen unterstützen, dem Kapitalismus indirekt den Kampf an, indem sie Menschen, die von diesem ausbeuterischen System fallen gelassen werden dabei unterstützen für Ihre Rechte einzustehen.
Von Zeile 12 bis 15:
Doch nicht allein die Lohnarbeit ist Arbeit. Unsichtbare, unbezahlte Care-Arbeit ist vor allem für FLINTA* Alltag. Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, Hausarbeit, Ehrenamt: Frauen wenden pro Tag im Durchschnitt 52,4 Prozent mehr Zeit für unbezahlte Sorgearbeit auf als Männer. Teilzeitbeschäftigung kommt bei Frauen deutlich häufiger vor als bei Männern, die häufiger in Vollzeit arbeiten. Für Frauen ergeben sich dadurch wirtschaftliche Nachteile. Wenn Frauen über Jahre ein geringeres Einkommen haben, sind sie im Alter schlecht abgesichert undoder finanziell abhängig von ihren Partner*innen. Dies führt bei jeder fünften Frau zu Altersarmut, Tendenz steigend. Frauen befassen sich mehr als doppelt so viel mit direkter, also an Menschen verrichteter, Care-Arbeit als Männer (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Wir fordern einen verpflichtenden VersorgungsausgleichAuch Trans*-Personen leisten überdurchschnittlich viel Care-Arbeit sowohl in bezahlten Berufen, als auch für unverheiratete Paare und eine gesetzliche Stärkung zur gleichwertigen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeitunsichtbar im Privaten.
Von Zeile 18 bis 20:
Die ständig wiederkehrende Debatte um verpflichtende Freiwilligendienste lehnen wir ab. Statt der aktuellen Kürzungen von 78 Millionen Euro für Freiwilligendienste fordern wir endlich eine gerechte Entlohnung der Frewilligendienstleistenden. Es kann nicht sein, dass vor allem soziale Einrichtungen abhängig von unterbezhalten Freiwilligen sind und diese dann teilweise Arbeit von Fachkräften übernehmen müssen. Es braucht dringend eine deutlich bessere Finanzierung der Einrichtungen, in denen Freiwillige ihren Dienst leisten, um dort Kompetenzverschiebungen und Überforderungen aufgrund von Personal- und Geldmangel zu vermeiden.Die zwischenzeitig geplanten Kürzungen im Bundeshaushalt führen die Debatte darum ins absurde. Freiwilligendienste sind ein wertvolles Bildungsangebot. Gleichzeitig leisten die Freiwilligen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Es kann nicht sein, dass vor allem soziale Einrichtungen abhängig von unterbezhalten Freiwilligen sind und diese dann teilweise Arbeit von Fachkräften übernehmen müssen.
Von Zeile 22 bis 30:
Für viele marginalisierte Gruppen ist der Zugang zur Erwerbsarbeit erschwert, sie erleben Diskriminierung. FLINTA*, migrantisierte Personen oder Menschen mit Behinderungen sind davon besonders betroffen. Ursächlich sind hierbei Ungleichheitsideologien und sozialer Ausschluss im Bildungssystem, die sich unter anderem diskriminierende Bewerbungsverfahren,unflexible Betriebe und unflexible Betriebeverinnerlichter Verwertungslogik ausdrücken. Es bedarf an dieser Stelle verpflichtende Quoten für Großunternehmen, anonymisierte Bewerbungsverfahren und sozailstaatliche Hilfengesetzliche verpflichtungen zur inklusiven Umgestaltung von Firmen. Denn die Einbindung in die Arbeitswelt ist ein wichtiger Faktor für marterielle Sicherheit und soziale Teilhabe, aber auch Sichtbarkeit.
Besonders prekär ist die Lage in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, die ihrederen Arbeitskraft zu menschenunwürdigem Entgeld zur Vefügung stellenmenschenunwürdigen Entlohnungen in Anspruch genommen wird. Die Entlohnung ist dort weit vom Mindestlohn entfernt und ermöglicht kein selbstbestimmtes Leben. Diese Exkludierung ist ableistisch und beutet Menschen aus.
Dazu kommt, dass das verdiente Geld den meisten Mesnchen mit Behinderung nicht zur Verfügung steht, da es an die Sozialleistungen angerechent wird. Das muss sich ändern!
Mindestlohn muss für alle Menschen gelten! Das schließt neben Menschen mit Behinderungen auch Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung ein. Es darf nicht sein, dass Schüler*innen, die erste Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sammeln wollen, von Arbeitgeber*innen ausgebeutet werden.[Leerzeichen]Auch die Mindestausbildungsvergütung muss erheblich angehoben werden – immerhin investieren hier die Unternehmen in ihre zukünftigen Arbeitskräfte.
Von Zeile 31 bis 33:
1. Solidarität
1... (Solidarität mit Arbeitskämpfen, mit Carearbeiter*innen und die Unterstützung politischer Forderungen dieser Gruppen stellt einen Grundpfeiler unserer Überzeugnungen dar.) Wir kämpfen an der Seite all derer, die gesellschaftspolitisch und vor allem vom Kapitalismus benachteiligt und ausgebeutet werden.
Von Zeile 35 bis 40:
Wir wollen Seite an Seite mit den (jungen) Gewerkschaften in Thüringen und OstdeutschlandGewerkschaft(-sjugend)en und allen Arbeitskämpfen in Thüringen und Ostdeutschland stehen. Auch unterstützen wir die Bewegungen, die nicht in Gewerkschaften organisiert, wichtige Arbeitskämpfe führen. Menschen, die im Jahr 2023 immer noch weniger verdienen als ihre Kolleg*innen in Westdeutschland haben all unsere Unterstützung verdient und unseren Beistand auf der Straße. Alle Beschäftigte haben einen effektiven Tarifvertrag verdient, auch studentisch Beschäftigte!
3. Carearbeit ist Arbeit
Wir fordern einen verpflichtenden Versorgungsausgleich auch für unverheiratete Lebensgemeinschaften und eine gesetzliche Stärkung zur gleichwertigen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Es braucht gesellschaftliche Anerkennung und staatliche Absicherung für die Carearbeit von Alleinerziehenden.
34. Freiwilligendienste
Es braucht dringend eine deutlich bessere und langfristige Finanzierung der Einrichtungen, in denen Freiwillige ihren Dienst leisten, um dort Kompetenzverschiebungen und Überforderungen aufgrund von Personal- und Geldmangel zu vermeiden. Auch die Träger müssen besser bei ihren Aufgaben unterstützt werden. Insgesamt braucht es eine bessere Bezahlung von Freiwilligendienstleistenden.
5. Umverteilung
Für benötigte ProzesseTranformationsprozesse und Veränderungen in der Arbeitswelt braucht es Geld. Dabei dürfen kleineste Unternehmen oder die Angestellten nicht unter diesenmit kostenaufwändigen Veränderungen leidenüberfordert, sondern müssen gezielt unterstützt werden. Es sollte aber auch allgemein infragedie Frage gestellt werden, wie finanzielle Sicherheit für ALLE Menschen möglich sein kann. Die Lösung? Umverteilung! Von Oben nach Unten. Her mit der Vermögenssteuer, her mit einer echten Erbschaftssteuer, her mit einer Übergewinnsteuer für Großunternehmen und her mit dem Klimageld!
46. Arbeit muss sich ändern!